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Volleyball in Grebenstein

Wenn ein irres Tier die Murmel nach einem affengeilen Spielzug so versenkt, daß drüben die vorgezogene Sechs einen neuen Scheitel bekommt, dann wird der Sportinteressierte Laie ahnen, daß es sich nicht um Minigolf handelt! Läufer, Schüsse, irre Tiere - welche Show wird hier eigentlich abgezogen?! Beschreiben wir also die geschilderte Spielszene gleich noch einmal und diesmal ausführlicher.

Endlich wieder eine saubere Annahme! Nach zehn in Serie abgegebenen Punkten wurde es auch Zeit. Der Spielmacher (Läufer) läuft aus dem Hinterfeld vor ans Netz auf die Zuspielposition, um einen Angriff zu inszenieren. Nach zehnmaligem vergeblichem Laufen darf sich nun endlich sein geballter Spielwitz entladen! Es lässt zwei seiner Mitspieler eine schnelle Kombination antäuschen und bedient den dritten Angreifer mit einem schnellen flachen Paß (Schuß) auf der Außenposition. Der gegnerische Block hat keine Chance! Der angespielte Angreifer kommt völlig frei zum Schlag. Im vollen Bewusstsein seiner zwei Meter Körpergröße und hundertfünf Zentimeter Sprungkraft (irre Tiere) verzerrt sich sein Gesicht in der Luft zu einem teuflischen Grinsen. Kein Block!! Wie ein Dampfhammer drischt die klodeckelgroße rechte Schlaghand den Ball jenseits des Netzes fast senkrecht nach unten! Spektakulär, denkt sich erfreut der Zuschauer, während der in vorderster Front stehende gegnerische Abwehrspieler vermutlich für ein paar Minuten ausgewechselt werden muß.

Mannschaftstennis ohne Schläger? Mit 0:24 im Rückstand, um dann aufzudrehen wie ein Weltmeister? Überlebenstraining in der Feldabwehr? Volleyball! Wo athletische Angreifer in der Sprache der Spieler liebevoll als ”irre Tiere” bezeichnet werden, wo nur die gelungensten Spielzüge das neudeutsche Prädikat ”affengeil” verdienen und wo ein quergespanntes Netz die eleganten Knüppler trennt - da muß es sich um Volleyball handeln! Volleyball ist keine gewöhnliche Sportart. Volleyball ist der totale Wahnsinn. Stark, verrückt und faszinierend!

Volleyball übertrifft jede andere Sportart an weltweiter Popularität. 150.000.000 Menschen in rund 150 Ländern auf der Erde spielen organisiert, also in einem nationalen Verband Volleyball. Ungezählte betreiben das Volleyballspiel als Hobby und Beach-Volleyball erfreut sich in den Schwimmbädern immer größerer Beliebtheit.

Viele kennen Volleyball nur vom Fernsehen: Da wird ein 260 bis 280 Gramm schwerer, bunter Volleyball von 65 bis 67 cm Umfang zwischen zwei Mannschaften über ein Netz hin und her befördert, ohne daß der Ball den Boden berühren darf. Da grenzt es schon an Hexerei, wenn der Ball mit bis zu 100 km/h über das Netz fegt, pariert wird und im selben Bewegungsablauf als exakte Feldverteidigung zu einem Mitspieler gebracht wird. Es kommt aber nicht allein auf blitzschnell reagierende Finger, Hände, Arme und Sprunggelenke an, sondern vor allem, was im Kopf passiert, wie die einzelnen Spieler mitdenken und auf ihre Mitspieler eingehen oder für sie mitdenken.

Die Idee zur Gründung einer Volleyball-Abteilung in Grebenstein reifte bei unserem Abteilungsgründer Hellmuth Koch im Sommerurlaub 1976 in Dänemark. Begeistert vom zwanglosen Spiel im Sand war er weit vor dem Beach-Volleyball-Boom der neunziger Jahre der Meinung, daß man mit diesem Spiel auch die Grebensteiner begeistern könne.

Zu Beginn des Jahres 1977 wurde dann nach Rücksprache mit dem damaligen ersten Vorsitzenden des TuSpo Grebenstein, Karl Fahrensohn, die Voraussetzungen für die Gründung der Volleyball-Abteilung geschaffen. Es wurde ein Donnerstag als Trainingstag vereinbart, da an diesem Tag die Kulturhalle zur Durchführung des Trainings zur Verfügung stand.

Der erste Trainingsabend wurde dann am Donnerstag, dem 10.03.1977 durchgeführt. Gleich der 1. Trainingsabend zeigte durch die sensationelle Anzahl von ca. 30 Spielern ein starkes Interesse an der neuen Abteilung. Die Kulturhalle “platzte aus allen Nähten”, ein Übungsabend in der Kreissporthalle mußte her. Als Übungsleiter konnten die Grebensteiner Sportlehrer Harald Spieß und Wilfried Krempler gewonnen werden, so daß eine kompetente Betreuung gewährleistet war. Zu den vorhandenen drei Volleybällen stiftete der TuSpo-Vorstand an diesem Abend einen Vierten dazu. Die Grundlage zum Grebensteiner Volleyball war geschaffen!

Gleich im ersten Spieljahr 1977/78 wurde der Aufstieg aus der B-Klasse in die A-Klasse Kassel geschafft. Zur Spielserie 1978/79 wurde aufgrund der starken Beteiligung eine zweite Herrenmannschaft und die Damenmannschaft zum Spielbetrieb angemeldet.

Einen ersten Höhepunkt erlebte die Abteilung in dem Spieljahr 1983, als unsere männliche B-Jugend mit ihren Betreuern Klaus Lindemann und Jörg Kühlborn Bezirksmeister wurde. Im selben Jahr erreichte die Zahl von Serienmannschaften mit sechs Teams ihren Höhepunkt.

1989 konnten unsere Freizeitvolleyballer die Nordhessenmeisterschaft erringen und unseren Verein beim Hessischen Endturnier um den bekannten Hessenlöwen in Wiesbaden vertreten. Gespielt wurde im 4/2-Mix. (vier Männer und zwei Frauen)

Ihren sportlichen Höhepunkt erreichte die Abteilung in den Jahren 1993 und 1995, als der ersten Herrenmannschaft jeweils der Aufstieg in die neu geschaffenen Bezirksoberliga (ehemalige Verbandsliga) gelang.

1997 trug die Abteilung dem aufkommenden Beach-Volleyball-Boom Rechnung und baute in Eigeninitiative mit Unterstützung der Stadt Grebenstein im Schwimmbad eine Beachanlage, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreut.

Zur Zeit hat die Abteilung 101 Mitglieder und nimmt mit einer Herrenmannschaft am Serienbetrieb teil. Zusätzlich gibt es eine Hobby-Mixed Mannschaft, ein Freizeitteam und eine Freizeit-Damenmannschaft in Grebenstein. Volleyballbegeisterte Mitspieler sind jederzeit gern gesehen und herzlich willkommen.

 
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